Motivation

Tag 135
Meilen gewandert: 20
Meilen auf AT: 1785

Manchmal frage ich mich schon, warum ich mir das jeden Tag antue: Über Steine und Wurzeln, die manchmal glitschig sind, durch Schlamm jeden Tag immer wieder den Berg noch und wieder runter und wieder hoch und wieder runter – immer wieder. Und manchmal regnet es auch noch…

Oftmals reicht aber schon die Aussicht auf ein trockenes Bett und ein warmes Essen um einen extraharten Tag in Kauf zu nehmen. Heute war so ein Tag.

Erst ging es steil den Smarts Mountain runter, dann noch steiler den Cube Mountain hoch und runter. Diese beiden Berge gaben schon einen guten Vorgeschack, was in den nächsten Tagen auf mich zukommt. Interessanterweise sind es hier oft die Gipfel der Hügel, die matschig sind und nicht die Täler.

Danach waren es nur noch ein paar kleinere Berge und nach 20 Meilen (32 Kilometern) war ich in Glencliff im Hiker’s Welcome Hostel. Das ist ein ziemlich schäbiges Loch, aber hat eben Essen und ein trockenes Matratzenlager.

Kurz davor sind die letzten 400 Meilen (640 Kilometer) angebrochen. Jemand war so nett, die Stelle hübsch mit Farnblättern zu markieren.

Mit Glencliff habe ich nun auch den Rand der White Mountains, auch „The Whites“ genannt, erreicht.

Über kein Teilstück des Appalachian Teils wird mehr geredet, als über die „Whites“. Dieser Abschnitt soll der anstrengendste, gefährlichste aber auch einer der schönsten Abschnitte des Appalachian Trails sein. Morgen werde ich mit dem Mount Moosilauke beginnen. Dessen Nordflanke soll eine ganz besonders steile Herausforderung sein. Es gibt hier die Möglichkeit, sein Gepäck transportieren zu lassen, so dass man nicht mit einem schweren Rucksack durch die Felsen klettern muss. Außerdem kann man den Berg von Nord nach Süd oder umgekehrt wandern. Südwärts scheint etwas einfacher zu sein, da man hochklettert. Ich habe mich jetzt jedoch dafür entschieden, die einfachere Seite hochzulaufen und hinunterzuklettern. Allerdings ohne (bzw. Mit leichtem) Gepäck. Morgen kann ich dann hoffentlich mehr dazu sagen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Motivation

  1. Ingrid schreibt:

    Hallo Stephan, wir verfolgen deinen Blog seit 10 Tagen aus Griechenland. Urlaub ohne körperliche Anstrengung und ohne Regen, aber mit Wasser aus den Hahn. Unsere Mädels Schwärmen oft von unserem gemeinsamen Segeltörn, aber dieses Jahr ist unser Jüngster eh noch zu jung, du kannst also ruhig weiterwandern!!! Wir wünschen Dir gutes Weiterkommen, auch wenn Du ab und an auf dem Holzweg (siehe Foto) bist 😉

  2. enja schreibt:

    Hallo,

    nett, dass du wieder auf Herma getroffen bist. Ich verfolge ihren Blog auch. Die anderen haben alle aufgegeben.
    Du bist jetzt wieder in einem Bereich unterwegs, den ich auch schon gewandert bin. Damals mit meinen Kindern. Keine Angst. So schlimm sind die White Mountains nicht. Aber dafür besonders schön. Der Mount Washington ist klasse.

    Grüße Enja

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s