Noch 500 Meilen

Tag 130
Meilen gewandert: 18
Meilen auf AT: 1996

Irgendwie schaffe ich es gerade, meine Blogbeiträge vor dem Hochladen nicht zu sichern und dann beim Hochladen zu verlieren. Also wieder einmal auf ein Neues:

Da wir heute Nacht noch einmal im Hostel in Rutland schlafen, konnten wir unsere Ausrüstung dort lassen und nur mit leichtem Gepäck wandern. Das betraf allerdings nur Canecutter und mich. EZ Nomad ist ein sogenannter „Purist“. Diese halten sich streng daran, alle Wegmarkierungen in der korrekten Richtung abzuwandern, keine noch so kleine Abkürzung zu nehmen und auch immer den Rucksack mit der kompletten Ausrüstung zu tragen (ob das nun Sinn macht oder nicht). So eng sehe ich das nicht.

Ein Teil des Trails war heute noch immer gesperrt, da der Hurrikan Irene letztes Jahr dort Teile des Trails weggespült hat. So eine erzwungene Umleitung ist für einen Puristen schon fast ein Gewissensproblem: Soll er der Umleitung folgen, und Wegmarkierungen verpassen oder soll er sich durch den gesperrten Trail schlagen und ein Risiko eingehen?

Nachdem Wanderer, die nach Süden wandern, gesagt, hatten, dass man dem originalen AT gefahrlos folgen kann, haben wir das auch gemacht, nicht zuletzt, weil wir neugierig auf die Schäden waren, die noch vom Hurrikan sichtbar waren.

Nach rund 5 Meilen konnten wir heute auch einen weiteren Meilenstein „abhaken“: Es sind jetzt nur noch weniger als 500 Meilen bis ans Ziel. Das sollte eigentlich in 5 Wochen machbar sein.
Allerdings war meine Stimmung heute aus verschiedenen Gründen immer noch trüb. 500 Meilen sind ja doch noch ganz schön weit. Vielleicht ändert sich das ja, wenn mal wieder die Sonne scheint…

Nach etwas über 7 Stunden hatten wir die 18 Meilen über den Berg geschafft und unterwegs auch noch Jiffy wieder getroffen. EZ Nomad brauchte eine Stunde länger, da er ja 15 Kilo Ballast schleppte. Miss Janet’s Shuttle brachte uns dann wieder zurück ins Hostel. In der Stadt gab es dann schlechte, aber sättigende Pizza – und der Tag war dann auch zu Ende. Hiker’s Midnight ist ja schon um 21 Uhr…

Nachdem wir gestern im Hostel auf dem Boden schlafen mussten, dürfen wir heute in einem Bett im Matratzenlager schlafen. Ob das wirklich ein Vorteil ist, ist schwer zu sagen. Es ist schon unglaublich, wie sehr ein Raum mit verschwitzten Wanderern und ihrer verschwitzten Ausrüstung stinken kann…

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Eine Antwort zu Noch 500 Meilen

  1. Kasiwi schreibt:

    Ja, ich kann das gut nachvollziehen, wieso ihr in manchen Hostels erst geduscht in die Wohnräume dürft…. 🙂

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