Vermont

Tag 123
Meilen gewandert: 13
Meilen auf AT: 1594

Heute früh war es auf Mount Greylock noch einmal richtig schön und ich konnte nochmal die schöne Aussicht genießen. Der Abstieg von Mount Greylock war ziemlich steil und ziemlich lange und führte uns an der Universitätsstadt Williamstown vorbei. Da gerade Mittagszeit war, sind wir per Anhalter ein Stück in die Stadt gefahren und haben in einem Biosupermarkt teuer aber lecker gegessen und die Vorräte ein wenig aufgefüllt. Hier war dann auch der Punkt erreicht, ab dem es keine 600 Meilen mehr bis zum Ziel sind. Die Wetteraussichten waren auch bestens, der Wetterdienst sagte 0% Regenwahrscheinlichkeit voraus.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur 8 Meilen entfernten Seth Warner Shelter, die bereits in Vermont liegt. Vermont ist dann schon der dritte Bundesstaat in Neuengland, den ich erreicht habe.

Massachusetts hat sich auf den letzten Meilen noch mit recht unangenehm zu kletternden Felsen verabschiedet. Und Vermont hat uns mit einem unerwarteten und vor allem auch unerwartet heftigen Gewitterschauer begrüßt. So nass wie heute bin ich bis jetzt auf dem Appalachian Trail noch nicht geworden. Innerhalb kürzester Zeit hat sich alles in eine Wüste aus Wasser, Schlamm und glitschigen Steinen verwandelt. An fotografieren war nicht zu denken und es waren noch über fünf Kilometer im Starkregen bis zur Shelter zurückzulegen. Diese war zum Überfluss auch recht klein und schnell auch sehr voll. Immerhin liege ich jetzt trocken in meinem Schlafsack.

Sorgen macht mir immer noch meine rechte Achillessehne. Sie schmerzt beim Wandern nicht, dafür aber wenn man draufdrückt. Ich hoffe nicht, dass das in den letzten 6 Wochen nochmal eine Zwangspause bedeuten wird. Irgendwie befürchte ich bei sowas inzwischen immer schon das Schlimmste…

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2 Antworten zu Vermont

  1. Hi Steph,

    bin ja kein Arzt, aber gewöhnt sich der Körper mit der Zeit nicht an vieles? …Wenn es beim Wandern nicht stört, dann drück`nicht drauf….*grins* …das wird schon…!!…Klasse Berichte; ich lese voller Innbrunst und freue mich auf das Foto von DIR auf dem Mt. Kathaden!

    All the best…

    Axel…und Herma, die auf dem Weg ist…

    • kazibo schreibt:

      Hi Axel,
      Ja der Mensch gewöhnt sich auf diesem Trail an mehr als man so denkt! Allerdings habe ich inzwischen großen Respekt vor den Überlastungsverletzungen. Die können das Abenteuer schnell beenden. Zum Glück gab mir die Ärztin gestern „grünes Licht“ zum Weiterwandern!

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