Goodbye Georgia – Hello North Carolina!

Dieses Update kommt mit etwas Verspätung, da ich seit heute Nachmittag anscheinend nicht mehr im Sendebereich von AT&T bin.

Der Morgen heute begann sehr angenehm. Volker und ich haben die Nacht im Gästezimmer von John verbracht und wurden morgens gleich mit Bratkartoffeln, Rührei, Muffins und Würstchen verwöhnt. Danach hat uns John in die Stadt zum Supermarkt gefahren, wo ich meine Vorräte ergänzt habe. Danach hat er mich noch zurück zum Trail bei Dicks Creek Gap gefahren. Unterwegs habe ich gleich eine nette Gruppe Wanderer getroffen, die waren mir jedoch ein wenig zu langsam, so dass ich vorweggegangen bin.
Nach rund 8 Meilen und 78 Meilen auf dem Trail war es dann so weit: den ersten Bundesstaat habe ich hinter mir gelassen!

In North Carolina wurde ich jedoch gleich von einem wirklich brutalen Anstieg auf den Gipfel des Couthouse Bald von fast 400 Höhenmetern innerhalb kürzester Strecke begrüßt. Das bisher schöne Wetter wurde nun von einer angekündigten Kaltfront mit Sturmböen abgelöst. Die ganze Zeit hatte ich mich ja gefragt, wofür ich die ganzen warmen Klamotten mitschleppe, jetzt war ich froh daran. Nach 12 Meilen kam ich am Muskrat Creek Shelter an, wo die meisten Wanderer heute nächtigen wollten. Als ich ankam, war jedoch erst „Orange“ ein Australier, der ein wenig älter als ich ist, dort. Er wandert in den letzten Tagen so grob mit meiner Geschwindigkeit.

Es war jedoch so wie letztes Jahr in Lappland: sobald man aufhört sich zu bewegen, friert man. Da es erst 16 Uhr war, beschlossen wir noch die 5 Meilen zur Standing Indian Shelter dranzuhängen. Dort angekommen, hatte ich dann 16.6 Meilen und rund 1600 Höhenmeter hinter mir und war auch entsprechen platt. Es sind heute Nacht nur wenige Leute am Shelter, und außer mir Zelten alle. Zum Zeltaufbauen hatte ich jedoch heute keine Lust und so habe ich die offene Schutzhütte heute Nacht für mich alleine!

Es gab dann noch eine kurze Katzenwäsche am Bach und Beef Stroganoff mit Apfel und Keksen zum Nachtisch. Danach habe ich noch meine Lebensmittel in einen Baum gehängt (damit mir kein Bär das Frühstück klaut) und mich dann in meinen Schlafsack verkrochen.
Der kann heute Nacht zeigen, was er kann: es stürmt immer noch und die Temperaturen sollen deutlich unter den Gefrierpunkt sinken – Gute Nacht!

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2 Antworten zu Goodbye Georgia – Hello North Carolina!

  1. Stephan Swiderski schreibt:

    Hallo Stephan,
    habe jetzt eben alle deine Nachrichten gelesen. Ich wünsch dir weiterhin alles gute. Einsam ist es ja nicht auf dem AT. Scheint ne Menge los zu sein. War mit der DW über Ostern in Reipertswiller (Elsaß). Dort in den Wäldern haben wir fast niemanden getroffen.
    Paß gut auf dich auf.
    Stephan

    • kazibo schreibt:

      Hallo Stephan,

      Schön, von Dir zu hören! Abends an den typischen Treffpunkten trifft man schon immer wieder Mitwanderer, was sehr nett ist. Tagsüber verläuft sich das jedoch schnell, so daß man tagsüber meist alleine mit sich und der Natur ist.

      Steph

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