A.T. Thru-Hike: NOBO, SOBO, Flip-Flop und andere Varianten

Nachdem mein Fuß trotz Ruhe und Bandagen immer noch geschwollen ist, hatte ich in den letzten Tagen ernsthafte Bedenken, ob das Abendteuer “Appalachian Trail 21012” nicht doch noch scheitern könnte. So nach und  nach habe ich mir bewusst gemacht, dass es ja mehrere Möglichkeiten gibt, einen Thru-hike des A.T. anzugehen.

Die “klassische” Art, den A.T. zu wandern ist NOBO “northbound” und wird manchmal auch GAME “Georgia (GA) to Maine (ME)” genannt. Hier starten die Thru-hike Aspiranten typischerweise im März oder April auf den Springer Mountain in Georgia und beenden die Wanderung  im Herbst auf dem Mount Kathadin in Maine. Da der Baxter State Park je nach Wetterlage schon Anfang/Mitte September wieder schließt, bedingt das einen Start im Frühling.

Eine Alternative Möglichkeit ist, den Weg andersrum zu gehen: Man startet auf dem Mount Kathadin in Maine und wandert nach Süden zum Springer Mountain. Dies wird SOBO “southbound” oder MEGA “Maine (ME) to Georgia (GA) genannt. Da der Aufstieg zum Mount Kathadin oft bis Ende Juni wegen Schnees nicht möglich ist, starten die SOBOs in der Regel im Juni oder Juli und beenden Ihre Wanderung im Herbst/Winter in Georgia.

Eine weitere Möglichkeit ist, in der Mitte des Trails zu starten, und dann zuerst nach Norden zu gehen. von dort reist man zurück zur Mitte und geht in südlicher Richtung weiter zum Springer Mountain. Dies wir als “Flip-Flop“ bezeichnet.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit “Headstart”, “Circuit”oder “Wraparound” zu wandern. Eine schöne Auflistung der Möglichkeiten und ihrer Vorzüge und Nachteile gibt es auf der Seite der Appalachian Trail Conservancy.

Im Jahr 2010 sind 1460 NOBOs auf dem Springer Mountain gestartet; davon sind dann mit 426 etwas mehr als ein Viertel am Ziel angekommen. Dagegen sind im selben Jahr nur 256 SOBOs auf dem Mt. Kathadin gestartet und 45 davon sind auf dem Springer Mountain angekommen. An den Zahlen kann man schon den Hauptunterschied ablesen: Auf dem Weg in den Norden hat der “Thru-hiker” deutlich mehr Gesellschaft, während der umgekehrte Weg sehr viel einsamer ist. Recht umfangreiche Statistiken dazu gibt es auch bei der Appalachian Trail Conservancy.

Was bedeutet das für mich und meinen geschwollenen Fuß?

Wenn bis Anfang April alles wieder in Ordnung ist, geht es wie geplant von Süden nach Norden. Sollte sich das ein wenig länger hinziehen, kommt bis Anfang Mai wahrscheinlich immer noch ein NOBO in Betracht. Dann müsste ich mir aber sicher sein, im Durchschnitt 23 Kilometer oder knapp 15 Meilen am Tag zu schaffen.

Sollte sich das bis in den Mai hinein ziehen, kommt ein “Flip-Flop” mit Start z.b. in Harpers Ferry in Frage. Dann würd ich erst einmal mit dem großen Pulk in den Norden Wandern und danach etwas einsamer in den Süden.

Falls der Fuß wieder Erwarten erst im Juni wieder heil sein sollte, würde es SOBO von Norden nach Süden gehen.

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2 Antworten zu A.T. Thru-Hike: NOBO, SOBO, Flip-Flop und andere Varianten

  1. enja schreibt:

    Hallo,

    grüße dich mal auf diesem Wege. Wünsche dir gute Besserung und dann eine schöne Wanderung. Ob nun „Thru“ oder „Section“ ist doch völlig egal.

    Grüße Enja

    • kazibo schreibt:

      Hallo Enja,

      Danke für die guten Wünsche und den Eintrag auf meinem Blog! Momentan bin ich wieder etwas zuversichtlicher. Irgendwie wird das schon klappen. Es müssen ja auch nicht gleich jeden Tag 30km Mammutetappen sein…

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