Grand Canyon du Verdon

Im August gab es zwei Wochen Familienurlaub am Lac de St. Croix in der Provence ganz in der nähe der größten Schlucht Europas, dem Grand Canyon du Verdon. In einem Zeltlager von Windbeutel Reisen waren wir untergebracht und wurden verpflegt und bespasst.  Da ich aufgrund einer Erkältung in den ersten Tagen nicht in den Windsurf-Kurs einsteigen konnte, blieb mir noch das Wandern und Radfahren in und um die Schlucht.

Grand Canyon du Verdon

Zuerst ging es über den Pecheur Wanderweg hinunter in die Schlucht. Es war schön dort, allerdings verläuft der Weg hauptsächlich in der Sonne und der Aufstieg in der sengenden Augustsonne war dann etwas beschwerlich.

Der nächste Aspekt des Canyons war eine Kanutour vom Lac du St. Croix in den Canyon hinein. Die Stelle, an der der Verdon in den See mündet ist zwar sehr spektakulär, erinnert im Sommer jedoch eher an eine Wasserattraktion eines Vergnügunsparks – man ist hauptsächlich damit beschäftigt, anderen Tretbooten, Kanus, Kajaks etc. auszuweichen.

Vom Kanu aus

die für mich schönste und spektakulärste Wanderung war zum „trichter –  l’imbut“, wo die Schlucht sehr eng wird und der Verdon für ein paar hundert Meter in den Felsen verschwindet. Bei unserer Wanderung hatte der Verdon 15 mal mehr Wasser, als bei der Kanutour und war am Trichter entsprechend „reissend“, so dass an ein Baden nicht zu denken war. Die Wassermenge kann stark schwanken, da sie je nach Strombedarf durch ein Wasserkraftwerk stromaufwärts reguliert wird. Jemand aus einer anderen Gruppe hat es doch versucht und wäre fast im Trichter verschwunden, die anderen Anwesenden konnten ihn mühsam noch mit einem Buchsbaumstamm aus dem Wasser ziehen…

Auf dem Weg zu "l'imbut"

Unten!

Ein paar Tage später habe ich mich alleine auf den „Sentier Martel“ gemacht, der weiter oben 15 Kilometer durch die Schlucht führt. Der Weg ist als sehr schwierig beschrieben und die Wanderzeit ist mit 7-8 Stunden angegeben. Daher wollte wohl auch niemand mit. Der Weg beginnt am Chalet Maline auf der Nordseite des Canyon. Von der Terrase dort hat man bei einer Tasse Kaffee und einem Imbiss einen tollen Blick auf die Schlucht. Von dort steigt der Weg ab bis zum Verdon und führt dann meist ein paar Meter über Flußhöhe durch den Canyon zum Point Sublime, einem Aussichtspunkt hinter La Palud-sur-Verdon.

Der Weg durch die Schlucht ist traumhaft schön, spektakulär ist der Abstieg auf einer langen Metalltreppe, fast senkrecht an der Felwand hinunter, sowie am Ende ein fast einen Kilometer langen, unbeleuchteten, in den Fels gehauener Tunnel.

Der Weg war durchgängig gut markiert und ist nicht wirklich „schwer“, vorausgesetzt man hat akzeptabel gut Schuhe und genügend Wasser dabei. die Schwierigkeit liegt wohl eher darin, dass es auf dem Weg keine Möglichkeit des Ausstiegs zwischendurch gibt. Meine reine Gehzeit betrug 4 Stunden.

Sentier Martel - am Einstieg

 Abgerundet wurde mein Projekt Grand Canyon du Verdon durch eine Radtour von La Palud ausgehend über die Route des Cretes nach La Palud zurück und von dort zurück an den See nach Les Salles. Zuerst geht es eine Stunde mühsam bergauf. Belohnt wurden wir allerdings durch grandiose Blicke über die Schlucht und Geier, die nur wenige Meter über unseren Köpfen flogen. Danach geht es über viele Kilometer am Rand der Schlucht entlang einfach nur noch „downhill“!

Am Ende bin ich dann noch auf den Grand Marges, von dem man eine phantastische Aussicht auf den See und die Schlucht hat.

Grand Marges - Blick auf den Lac de St. Croix

Grand Marges - auf dem Gipfel

Grand Marges - auf dem Gipfel

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