Mein neuer Rucksack: HMG Windrider

Windrider am Neckar

Mit der Auswahl eines Rucksacks habe ich mir lange schwer getan. Leicht sollte er sein, gross genug und auch noch gut zu tragen – und große Netzaussentaschen sollte er haben, in denen alles Platz findet, was man schnell braucht, was man beim Aufbruch fast vergessen hätte und auch alles was feucht, nass oder schmutzig ist. Das habe ich einmal bei jemandem gesehen und es hatte mich gleich überzeugt. Deswegen schied ein GoLite Jam (den ich mal ausprobieren konnte) gleich aus.

Nach einigem Suchen habe ich den „Windrider“ Pack von Hyperlite Mountain Gear, einer kleinen amerikanischen Garagenfirma,  entdeckt. Er hatte es mir von der Optik und den Aussentaschen gleich angetan.

Da ich beruflich in den USA war, hatte ich ihn mir auch dort ins Hotel bestellt. Zu Hause mit meiner Beute angekommen, hatte mir das Ding gleich auf anhieb gefallen. Allerdings musste ich dann feststellen, dass mein Rücken doch nicht Größe „XL“ hat sondern eher nur „L“. Mist!  Einen zu großen Rucksack in den USA gekauft, den man auch nicht so einfach wieder umtauschen kann! Dabei haben wir nach Anleitung den Rücken vermessen. Allerdings kam beim spätern Nachmessen was anderes heraus. Da lief beim ersten Messen wohl was schief…

Da mir der Windrider jedoch gefallen hat und ich einen Rucksack brauchte, habe ich nach langem hin und her in den sauren Apfel gebissen und noch einen in „L“ bestellt, dieses Mal in Deutschland beim „Trekking-Lite-Store„. Und dieses Mal passt die Größe!

Nun zu meinem neuen Freund: Er wiegt 700 Gramm, und ist eigentlich von der Machart her ein typischer Ultraleicht-Rucksack, allerdings mit einem dünnen Rückenpolster und zwei entfernbaren Alustreben, die dem Rucksack ein wenig Staibilität geben. Er hat viele Riemen zur Befestigung von Ausrüstung und 3 große Netzaussentaschen. Aufgrund des ungewöhnlichen Materials (Cuben-Nylon Hybridgewebe), das auch für die Herstellung von Segeln verwendet wird, hat der Rucksack sowohl eine besondere Optik als auch eine besondere Haptik. Von der Farbe her ist der Rucksack weiss mit schwarzen Riemen und schwarzen Netzaussentaschen. Der Stoff fühlt sich glatt und knitterig an – wer schon mal ein Segel angefasst hat, kann sich das wahrscheinlich gut vorstellen. Das etwas steife Material, das Rückenpolster und die zwei Alustreben geben dem Rucksack auch leer eine gewisse Stabilität. Im Gegensatz zu manch anderem Ultraleichtrucksack fällt er leer nicht gleich in sich zusammen. Der Rucksack wird oben mit einem Rollverschluss geschlossen, was anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Oben und an der Seite befinden sich einige Riemchen, mit denen sich noch so allerhand von außen befestigen lässt. Der Beckengurt besitzt auf jeder Seite zwei aufgesetzte Taschen, in denen sich Kamera, Geldbeutel oder anderes verstauen lässt, auf das man häufig Zugriff braucht.

Mit 9 kg Gesamtgewicht konnte ich den Rucksack gut über  die letzte Tour am Neckar von 45 km und 1500 Höhenmetern tragen. Und in den 9 Kilo war alles drin: Zelt, Schlafsack, Essen und anderer Kladderadatsch inklusive zwei Litern Wasser. Die Last ließ sich gut zwischen Rücken und Hüfte verteilen. Sehr schätzte ich gleich die großen Netzaussentaschen: Da kann alles rein, auf was man während der Wanderung schnell Zugriff braucht. Auch nasse und/oder schmutzige Dinge sind dort erst mal gut aufgehoben.
Mal sehen, wie er sich auf den anstehenden Touren dieses Sommers – besonders dem Fjällräven Classic in 4 Wochen – weiter schlägt.

P.S.: Den großen Windrider habe ich noch abzugeben. Er ist noch nagelneue, lediglich einmal ausgepackt und auf den Rücken genommen. Falls jemand Interesse hat, bitte kurze Nachricht. Ihr solltet allerdings eine Rückenlänge von mindestens 53 cm bzw. eine Körpergröße von über 1.85 m haben, dann ist das Ding von der Größe ideal. In der Größe XL nicht so ohne weiteres in Deutschland zu bekommen.

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4 Antworten zu Mein neuer Rucksack: HMG Windrider

  1. Ulrich von Känel schreibt:

    Hallo – hast Du den grossen Windrider immer noch? Wäre sonst interessiert daran.

  2. David schreibt:

    Hallo. Vermutlich ist er schon weg, aber in Fall der Fälle: Ich bin sehr interessiert an dem großen Windrider! Will damit u.a. Die Fjällräven Classic 2014 bestreiten und natürlich noch einiges anderes zuvor. Würde mich über kurze Nachricht freuen!

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