Shenandoah Nationalpark

Tag 77
Meilen gewandert: 20
Meilen auf AT: 876

Heute früh ging es nun weiter – in den Shenandoah National Park! Bill, ein “Trail Angel” holte mich schon um kurz vor 7 Uhr am Hotel ab, um mich wieder zur Rockfish Gap zu bringen, wo ich vorgestern aufgehört habe.

Der Zero-Day hat meinen Füßen wirklich gut getan. Das Wetter sah nicht zu gut aus und die Berge waren in dunkle Wolken gehüllt. Das trug nicht wirklich dazu bei, mich zum weiterwandern zu motivieren.
Der Anfang des Shenandoah Nationalparks auf dem Appalachian Trail ist ziemlich unspektakulär. Man kommt an eine Anschlagtafel mit einem Kästchen, an dem man sich selbst ein sogenanntes “Backcountry Permit” Ausfüllen muss. Man muss aber schon sehr genau hinsehen, um herauszufinden, welchen Park man gerade betritt.

Inzwischen war die Sonne herausgekommen und der Tag versprach halbwegs freundlich zu werden. Der Wetterbericht hatte für die ganze Woche Temperaturen von 35 Grad und nahezu 100% Luftfeuchtigkeit vorhergesagt. Das sind hier auch die besten Voraussetzungen, um Nachmittags richtig schwere Gewitter zu haben. Abgesehen davon fällt das Wandern deutlich schwer, wenn man in einem Dschungelklima schwitzt und kaum atmen kann.
Bis jetzt Habich ja immer noch keinen Bären gesehen. Bill sagte auf dem Weg zum Trail, dass ich heute definitiv eben sehen werde. Die einzigen Tiere, die ich jedoch gesehen habe, waren jede Menge Kaninchen, die gar nicht scheu waren. Ich musste sie fast mit dem Wanderstock anstupsen, bevor sie weggehoppelt sind.

Im Shenandoah Nationalpark sind die Wege zusätzlich durch Betonpfosten markiert.

Sie tragen in der Regel zwei Aluminiumbänder, in die die Informationen eingestanzt sind.

Auch sonst scheint man sich allerhand Mühe zu geben, dass sich die Wanderer nicht verlaufen.

Da ich heute sehr früh gestartet bin, war ich schon um 16 Uhr an der Blackrock Hut (hier im Park heißen die Unterkünfte nicht “Shelter” sondern “Hut”). Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich für die Nacht bleiben soll, oder noch die 7 Meilen bis zum nächsten Campingplatz laufen soll, wo es Duschen, ein Restaurant und andere Annehmlichkeiten geben soll. Schweren Herzens habe ich mich Dan zu Gunsten meiner Füße dagegen entschieden, heute 26 Meilen zu Wandern. Ich werde Dan morgen früh aufstehen und dort ein leckeres zweites Frühstück haben!

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